Rückendeckung aus dem Globalen Süden

Zu meiner Blockade des  Nürnberger Altstadtrings stellten sich 40 Organisationen und 3 Personen in einer Erklärung aus dem Globalen Süden hinter die Aktion. Dort heißt es:

"Wir (begrüßen) Formen des gewaltfreien zivilen Ungehorsams und zivilen Widerstands als Mittel und Aktionen, die die Medien, die Öffentlichkeit sowie die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik zwingen, innezuhalten und über den Kurs nachzudenken, auf dem wir uns befinden, und über die Maßnahmen, die wir treffen müssen.
Wir begrüßen daher die Beteiligung von Jesuiten an Aktionen des gewaltfreien zivilen Ungehorsams wie der Entnahme von Lebensmitteln aus Müllcontainern und deren Verteilung an Bedürftige. Wir unterstützen die damit einhergehende Forderung nach einer Reform und Umgestaltung der globalen Nahrungsmittelproduktion und -verteilung.
Wir begrüßen auch die Beteiligung der Jesuiten an Aktionen des gewaltfreien zivilen Widerstands wie der heutigen Blockade. Wir unterstützen die begleitenden Forderungen nach Veränderungen in der Mobilität, z.B. die Reduzierung des Auto- und Flugverkehrs und dessen Ersatz durch effiziente und bezahlbare öffentliche Verkehrsmittel.
Wir sind dankbar für alle anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppen, die sich an solchen Aktionen beteiligen und damit Verhaftung, Strafverfolgung, Geld- und Freiheitsstrafen riskieren."

Solidarität mit den Autobahnblockaden der Letzten Generation

Allerdings gab es bereits Ende Januar Unterstützung von Jesuiten aus dem Globalen Süden zu den Autobahnblockaden der Letzten Generation. Etwa von P. Charlie Chilufya SJ, dem Director des Justice & Ecology Office bei der Jesuit Conference on Africa & Madagascar. Er schrieb:

"The disruptions caused by these justified acts of civil disobedience pale in comparison to those caused by climate change. Despite contributing a tiny portion of the world’s greenhouse gas emissions, we in Sub-Saharan Africa are among the most vulnerable to the climate crisis.... The young people blocking German roads today are standing up for us. We hope the German public and government will follow suit."

Hier das Statement im vollen Wortlaut.

Ebenso schrieben Xavier Jeyaraj SJ, Secretary des Social Justice and Ecology Office an der Generalskurie in Rom, Siji Chacko SJ, Koordinator des Ecology Office der Jesuit Conference of South Asia, Pedro Walpole SJ, Director of Research von Environmental Science for Social Change, Philippinen und Rodrigue Naortanga SJ, Institut Theologie de la Compagnie de Jesus, Cote d'Ivoire.