Kampagnenarbeit

Meine erste Kampagne: Für das Verbot von Landminen (1995-1997).

Ein wichtiges Arbeitsfeld bei mir war immer wieder Agenda-Setting und Kampagnenarbeit, denn: Dinge kritisieren ist eines, etwas zum Besseren verändern ein anderes, wobei mir immer wichtig war, mich von 'hoffnungslosen' Ausgangssituationen, 'übermächtigen' Gegenspielern oder 'Sachzwängen' nicht einschüchtern zu lassen. Begonnen habe ich 1987, als es gegen die Versorgung von Flüchtlingen mit Lebensmittelpaketen ging, es folgten die Kampage für das Verbot von Landminen, die Kampagne für soziale Rechte 'illegaler' Migranten und schließlich die Kampagne „Steuer gegen Armut“, in der ich seit 2009 aktiv bin.

Kampagne „Steuer gegen Armut“

Die Kampagne „Steuer gegen Armut“ begann ich am 17.10.2009 mit 32 Organisationen. Sie erwies sich als sehr erfolgreich und folgenreich: Ein wichtiger Durchbruch war dabei die Unterstützung der von mir diesbezüglich eingelegten Petition durch (online und per Listen) 66.000 Bürgerinnen und Bürger, die das Thema endgültig auf die Ebene der Bundespolitik hob und den Kampagnenbeitritt von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und der LINKSpartei nach sich zog. Bei der Übergabe der Kampagnenleitung an Oxfam zum 1.3.2012 hatte die Kampagne 90 mittragende Organisationen, Parallelkampagnen gibt es in über 30 Ländern. Inzwischen steht die Einführung der Steuer in 11 europäischen Ländern bevor.

Der Kampagne werde ich weiterhin als Mitglied im Lenkungsausschuss angehören. Meine Zusammenfassung der drei Jahre Kampagnenarbeit enthält die „Außenansicht“, die am 13.1.2012 auf S. 2 der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde.