Unterstützung durch WissenschaftlerInnen

Solidarität gibt es auch aus dem Bereich der Wissenschaft, auch und gerade angesichts der bayerischen Praxis, gegenüber gewaltfrei demonstrierenden KlimaaktivistInnen die Bestimmungen des Polizeiaufgabengesetzes anzuwenden, die ursprünglich zur Verhinderung von Terroranschlägen oder gewalttätigen Ehemännern entwickelt wurden. Wenn die Welt brennt, bringt es nichts, den Feuerlöscher wegzusperren, und Wegsperren löst kein einziges der Probleme, um das es Gesellschaft und Politik in diesen Tagen gehen sollte.

Aus diesem Grund findet am 1. Dezember 2022 um 100 Sekunden vor 12 Uhr Mittags eine Demonstration vor dem Mariott Hotel, Berliner Straße 93 in München statt, in dem die Innenministerkonferenz tagen und wo auch über die Ausweitung des Präventivgewahrsams gesprochen werden wird. Der Demonstrationspunkt Berliner Straße/Ecke Schinkelstraße ist von der U-Bahnstation "Nordfriedhof", durch den Fritz Hommel Weg, 350 m weit, d.h. 4 Minuten Fußweg.

Der Titel der Demonstration ist: "Wenn die Welt brennt... Unterstützungsdemo für eine entschlossene Klimapolitik". Folgende WissenschaftlerInnen werden "Kurzvorlesungen" beisteuern:

P. Dr. Jörg Alt SJ, Katholischer Ordenspriester, Migrationssoziologe und Sozialethiker
Prof. Dr. Florian Hörmann, Maschinenbau & Verfahrenstechnik, Produktlebenszyklen in einer Postwachstumsökonomie, TH Augsburg, Scientists4Future München
Dr. Cornelia Huth, Ökotrophologin und Epidemologin, langjährig tätig am Helmholtz Zentrum und der LMU München, Scientist Rebellion Deutschland
Prof. Dr. Markus Krajewski, Professor für Öffentliches Recht und Völkerrecht, FAU Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Michael Sterner Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) OTH Regensburg, sein Statement verlesen von Sabine Wallstein, Scientists4Future München
Dr. Michael Stöhr, Physiker, Deutscher Energiesparmeister 2006, Ko-Koordinator Scientists4Future München
Dr. Dr. h.c. Manuela Troschke, Energie- und Osteuropa-Expertin, EU-Klimabotschafterin von Scientists4Future Deutschland

Zu Beginn der Mittagspause der Innenminister um 13 Uhr wird der bayerische Innenminister Herrmann gebeten, die Redebeiträge in Empfang zu nehmen als Zeichen, dass er und andere Regierenden bereit sind, künftig stärker als bisher auf den Rat der Wissenschaft zu hören.