Jesuitenmission

In der Jesuitenmission bin ich zuständig für „Research, Advocacy und Networking“, in Englisch deshalb, weil ich vor allem mit afrikanischen Projektparatnern zusammenarbeite. Schwerpunkte sind die Kampagne „Steuer gegen Armut“, das Projekt Tax Justice & Poverty und zunehmend das Thema Klimawandel und Klimagerechtigkeit. Geographisch konzentriere ich mich vor allem deshalb auf Afrika, weil dieser Kontinent mit sehr vielen Herausforderungen konfrontiert ist und wir als Europäer hier eine historische Verantwortung und Verpflichtung haben. Was mir am Herzen liegt ist Hilfe für diejenigen, die leiden, ohne dass Kameras hinschauen wie dies beim Tsunami oder in Haiti der Fall ist. Sicherlich, diese Hilfe ist auch nötig. Aber was ist mit jenen, die unter dauerhaften Hungersnöten oder Krankheiten (Malaria! AIDS!) leiden, sterben oder verwaisen, ohne dass sie medial attraktive Bilder liefern und entsprechende Mitleidskampagnen hunderte von Millionen Euro einbringen? Verlässliche Unterstützung der Bedürftigen wo nötig, und Hilfe zur Selbsthilfe wo möglich sind meine obersten Ziele, verbunden mit dem Wunsch, die Aufmerksamkeit der reichen Länder auf jene zu lenken, die außerhalb des Blickfelds leben müssen.

Und: Selbstverständlich muss längerfristig dafür gesorgt werden, dass diese Länder von unserer Hilfe unabhängig werden. Deshalb ist seit Sommer 2013 erneut Forschung zu meinen Tätigkeitsfeldern gekommen durch das Projekt „Tax Justice & Poverty“, mit dem wir die Einnahmensituation armer Länder verbessern wollen.