Landesinfos

Glaubt man dem World Misery Index, dann ist Simbabwe das armseligste und perspektivloseste Land der Welt. Zwei Drittel der Bevölkerung des Landes ist jünger als 25 Jahre, die Wirtschaft ist ruiniert, es gibt kaum reguläre Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt. Für viele bleibt nur Durchwursteln im informellen Sektor oder die Emigration. Hinzu kommt, dass Zimbabwe eine der kürzesten Lebenserwartungen weltweit hat: Bei Männern lag sie 2006 bei 37, bei Frauen bei 34 Jahren. 14% der 15-49 jährigen sind HIV/AIDS infiziert. Aber: Das Gesundheitssystem liegt in Trümmern (Mehr).

Daran wird sich in absehbarer Zeit wohl auch nicht viel ändern: 2013 soll zwar eine neue Verfassung verabschiedet werden, aber anders als im Nachbarland Sambia war der vergassungsgebende Prozess nicht von Partizipation und Dialog, sondern von Manipulation durch die Eliten charakterisiert. Auch die Präsidentenwahl wird kaum etwa verändern, da Robert Mugabe trotz seines Alters und seiner Krankheiten nochmals antreten wird.

Sollten Sie an weiteren Informationen zur Situation Zimbabwes und seiner Menschen interessiert sein, so empfehlen wir:

  • Einen guten Einstieg zur allgemeinen Situation von Zimbabwe bietet der englischsprachige Eintrag zu Zimbabwe auf Wikipedia mit den dortigen weiterführenden Links.
  • Zu den Lebensbedingungen einer sehr armen Region Simbabwes sowie den Bemühungen von Kirchenleitung und Gläubigen, den schwierigen Alltag zu bewältigen, gibt es von der Jesuitenmission einen Film mit dem Titel „Hoffnung statt Zukunftsangst“, der eine Übersicht zur Situation der Diözese Chinhoyi bietet. Der vierminütige Trailer und eine Kurzfassung (20 Minuten) stehen auf YouTube, die Langfassung (45 Minuten) auf einer DVD kann kostenlos per Mail bestellt werden.

Für Informationen über die tägliche Entwicklungen in Simbabwe empfehle ich: