Katholische Kirche

Die Kirchen versuchen immer wieder, mit Präsident Mugabe, der sich als Katholik betrachtet, zu treten. Etwa mit dem Dialogpapier „The Zimbabwe we want“, das erstellt wurde u.a. von der Katholischen Bischofskonferenz und dem protestantischen Kirchenrat. Dialog ist aber etwas, das bei Robert Mugabe auf wenig Resonanz stößt.

Wesentlich deutlicher äußerte sich deshalb die Katholische Kirche ein Jahr später in dem Hirtenwort „God hears the cries of the Oppressed“, welches für erhebliche Unruhe sorgte. Einer der maßgeblichen Autoren war der deutsche Bischof Dieter Scholz SJ, der 2013 75 Jahre alt wird und damit dem Papst seinen Rücktritt anbieten muss, weshalb seine Diözese Chinhoyi vor großen Herausforderungen steht, auch und gerade, weil seine Diözese den Schritt in die finanzielle Unabhängigkeit von externen Geldgebern wagt.

Insbesondere im Wahljahr 2013, vor den Parlaments- und Präsidentenwahlen, wird sich die Stimmung wieder aufheizen, zumal selbst die Kirche sich angesichts der Verhältnisse im Staat vor den Wahlen äußert, etwa im Hirtenwort „The God of Second Chances“. Und so ist wichtig, die Arbeit der simbabwischen „Justice & Peace“ Kommissionen zu stärken und ihnen international Rückendeckung zu geben, damit diese Menschenrechtsverletzungen verhindern oder, wenn sie geschehen, dokumentieren können. Oft aber scheitert diese Arbeit schon an fehlenden Kameras oder nicht funktionierendem Internet – auch hier unterstützen wir die mutigen Menschen vor Ort so gut wir können.