Klimagerechtigkeit – Climate Justice

Der Klimawandel ist in vollem Gang, immer wieder gibt es aber Ausflüchte, sich ihm nicht zu stellen (Corona!) oder nur Teilbereiche anzugehen (statt Wachstum jetzt „Grünes Wachstum“). Schaut man, wer aufgrund gedankenloser Ausbeutung bislang am meisten zum Klimawandel beigetragen hat, kann man nicht von einer „gemeinsamen Verantwortung“ sprechen, wie es etwa der Fall wäre, wenn aus dem Weltall ein Meteorit auf der Erde einschlagen würde. So, wie der Klimawandel sich geschichtlich entwickelt hat und heute auswirkt, handelt es sich um ein Gerechtigkeitsproblem mit einer klaren Verantwortung bei reichen Privatpersonen, Konzernen und Ländern.

Es ist zu befürchten, dass der Klimawandel diese Ungerechtigkeit verstärkt: Unsere Partner warnen beispielsweise schon jetzt, dass aufgrund des Hungers westlicher Industriestaaten nach Elektromobilität im Bereich des Abbaus von Rohstoffen, Metallen, seltenen Erden usw. eine Katastrophe für die einheimische Bevölkerung droht: Um die rapide steigende Nachfrage bedienen zu können, gerät der Schutz von deren Rechten zunehmend unter die Räder. Entsprechend setzen sich Jesuiten in Afrika und Deutschland für eine umfassende Behandlung von Klimagerechtigkeit mit seiner sozialen und ökologischen Komponente ein, sowohl im Kontakt mit kirchlichen Akteuren als auch mit nicht-kirchlichen, wie etwa dem BUND oder der FridaysForFuture Bewegung.